Heute wird in Brixen/Tirol

Klaus Heiss  geb. 1941

mit einem Trauergottesdienst verabschiedet.

Er starb nach langer schwerer Krankheit am 24. Juli 2010 in seiner Heimat Tirol, die ihm den Sinn gab für das Ursprüngliche und Wahre.

So wie er ein Gespür hatte, die Zeugnisse der Erdgeschichte zu deuten, kannte er sich aus im Weltall und  auf dem Mond, zu dem er seit Kindestagen reisen wollten –  wie der sagenhafte Dolomitenprinz, der die Mondprinzessin liebte und es dennoch auf dem Mond nicht aushalten konnte wegen der gleißenden Helligkeit des Gesteins ohne irdische Pflanzen und Blumen. Der Sage nach wurde für diese Mondprinzessin das Mondgestein als Dolomitenfelsen auf die Erde geholt.

Klaus Heiss, der große Menschenfreund und liebenswerte Mensch, war  Pionier und Visionär, dem es eine spielerische Herausforderung war, die bisherigen menschlichen Wissensgrenzen zu durchbrechen.

Seine Vorstellungen, den Mond als  Energiequelle der Zukunft zu nutzen  und sein Beitrag zur Entwicklung von Sonnensegeln als Antrieb für Raumfahrzeuge zeugen davon.

Dieser große und großzügige  Geist konnte herzlich lachen über die Unzulänglichkeit der Menschen.

Es machte ihm Freude, die  CO2-Kleingeister zu verspotten, er bot im Jahre 1999 öffentlich eine Wette an, dem Wuppertal-Institut 1 Millionen zu zahlen für jedes Jahr  von 1998 bis 2006, in dem die mit Satelliten gemessenen Temperaturen höher wären als im Jahre 1998.

Diese Wette wurde notariell beglaubigt, das Geld wurde hinterlegt – keiner der Wissenschaftler traute seiner eigenen Panikmache und nahm die Wette an!

Der Rückblick beweist, daß sie wußten, sie würden verlieren.

Klaus Heiss schaffte es, Kindern im Kindergartenalter zu erklären, wie es sich verhält mit dem Verlauf der Erdtemperatur.

Er zeigte ihnen diese Grafik…

… und die Kinder begriffen sofort an der Elephantensilhouette, daß man lediglich ein paar Schwanzhaare einer riesigen Elefantenherde betrachtet, nicht mehr.

Und Klaus meinte, wenn die Kinder das  begreifen, dann werden es doch wohl auch Politiker begreifen können.

Gerade als er anfing, sich mit seinem scharfen Verstand, mit seinem ungeheuren Fachwissen, seinem Witz, seinem Kampfgeist  und seinem Mut in die deutschsprachige Debatte zu werfen, schlug ihn das Schicksal mit einem Hirntumor, von dem er nicht mehr genas.

Wir sollten auf ihm und seinen Vorarbeiten aufbauen und jedem, der uns im Namen des Klimas Auflagen machen will, die sechs  Klaus-Heiss-Fragen  vorlegen.

  1. Warum steigen die Globalen Temperaturen numehr seit fast zehn Jahren nicht mehr? [IPCC 2007]
  2. Warum führen die Temperaturen die Treibhausgase die letzten 700.000 Jahre um 200 bis 1.000 Jahre an, statt umgekehrt und warum sollte sich dies die letzten 150 Jahre plötzlich geändert haben? [IPCC 2007, Seite 444
  3. Warum sind die archeologisch belegbaren Folgen wärmerer Klimata überwältigenderweise positiv (siehe letzte Eiszeit und das Holozän Klima Optimun (so an die zwei Grad wärmer – immer noch)? [Klimafakten, Ulrich Berner, Bundesanstalt in Hannover, 2001
  4. Warum korrelieren CO2 Daten und Temperaturen im 20. Jahrhundert über viele Jahrzehnte nicht, wohl aber der Einfall kosmischer Strahlung und Sonnenaktivität? [IPCC 2007 und 2001 Daten, CCSP April 2007 Daten – jeweils in den Hauptberichten aber nicht in dern „Zusammenfassungen“
  5. Warum verfehlen ALLE IPCC und CCPS zitierten Klimamodelle eine nur annähernd richtige „Rücksage“ der wirklichen Temperaturen der Troposphäre und wie kann dies dann als „Fingerabdruck“ zum „Beweis“ der sogenannten „real existierenden menschlichen Verursachung“ propagiert werden?  [(Douglas, Knox, Pearson, Singer GRL-2006)?
  6. Warum sollen drastische Maßnahmen zur Verhinderung einer Globalen Erwärmung jetzt getroffen weden, wo doch die „Daten und Szenario Projektionen“ des IPCC  eindeutig aufzeigen, daß sich der Trend der gemessenen Temperaturen der letzten zwei Jahrzehnte (die schwarze „Observed“ Regression) eindeutig auf die „orange“ Szenarienwelt hinbewegt –die Simulation „Commitment“  wo das gesamte CO2 Niveau auf dem des Jahres 2.000 „beschränkt“ wird. Das Bild ist hier nochmals wiedergegeben – da es „versteckt“ im IPCC Hauptbericht (statt der „Zusammenfassung“) sehr schwer zu finden ist:

Wer diese Fragen nicht beantworten kann, hat keinerlei Recht, politische Forderungen im Namen des Klimas zu stellen.

Benthe, 27. Juli 2010

Hanna Thiele